True-Crime-Expert:in, freie:r Redakteur:in für Schach-Event, Freelance Design-Support und freie:r Web-Developer:in gesucht!

Plus: Expertinnen-Tipps von Fortunalista-Gründerin und Bestsellerautorin Margarethe Honisch

Liebe alle,

der Januar ist vorbei. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber irgendwie ist der Januar immer der längste Monat des Jahres. Erst genießt man das süße Nichtstun, dann findet man irgendwie zurück ins Leben und spätestens ab der dritten Kalenderwoche merkt man: So ein Januar, der kann trotz aller Neujahrsmotivation ganz schön zäh werden.

Aber wir haben es geschafft. Der Februar ist da, der Frühling damit in greifbarer Nähe - und unsere positive Energie für das Jahr haben wir noch immer. Nicht zuletzt, weil es wirklich Spaß macht, diesen Newsletter zu schreiben, euch mit Jobs zu versorgen oder in den Austausch zu gehen, vor allem aber, weil wir so viel positives Feedback bekommen. Danke für eure Unterstützung, für euer Weitererzählen und für euer fleißiges Mitdenken. Mittlerweile sind wir fast 1000 Freelancer:innen bei FAIR SHARE, und ehrlich: Das macht uns richtig stolz.

Damit nicht nur Michèle und ich hier unsere Erfahrungen aus vielen, vielen Jahren Freelancing teilen, holen wir uns ab sofort immer mal wieder schlaue Stimmen mit ins FAIR SHARE Boot. Den Auftakt macht die wunderbare Margarethe Honisch, Gründerin der Finanzplattform Fortunalista, Speakerin, Spiegel-Bestsellerautorin und Finanzkolumnistin. Seit 2017 motiviert sie Frauen dazu, sich mit ihrer Finanzplanung zu befassen und hilft ihnen dabei Berührungsängste zu Börse & Co. zu verlieren. Etwas, das auch ich mir für 2025 vorgenommen habe. Vielleicht macht ihr ja mit?

Foto: Marcus Witte

Souverän selbständig sein mit Margarethe Honisch

Die Fortunalista-Gründerin erklärt, warum sich eine professionelle Steuerberatung immer lohnt und worauf man bei der Altersvorsorge unbedingt achten sollte

Was rätst du speziell Frauen, die sich selbstständig machen wollen?

Das Wichtigste ist, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben. Viele denken am Anfang, dass es viel zu kompliziert sei – die Organisation, die rechtlichen Anforderungen und das gesamte Drumherum. Genau das habe ich damals auch empfunden: Die Angst vor den bürokratischen Hürden hat mich fast davon abgehalten, diesen Schritt zu gehen. Der Schlüssel liegt darin, sich in die Themen einzuarbeiten und sich zuzutrauen, dass man es schaffen kann. Wo man Unterstützung braucht, sollte man sich auch nicht scheuen, sie in Anspruch zu nehmen. Es gibt keinen Grund, alles allein bewältigen zu wollen. Und sich auch mal vor Augen führen: Was ist der Worst Case? Der Worst Case ist, wieder zurück ins Angestelltenverhältnis zu gehen – quasi wieder den Status quo zu haben. Also am Ende alles gar nicht so schlimm.

Worauf achten Freelancer:innen leider viel zu wenig?

Auf ihre Finanzen – das ist etwas, das wir in unserem Bootcamp immer wieder sehen. Viele beschäftigen sich viel zu spät mit Themen wie Rücklagenbildung oder Altersvorsorge. Das Wichtigste ist, von Anfang an Rücklagen zu bilden, insbesondere für das Finanzamt. Dazu gehört auch, private und geschäftliche Ausgaben konsequent zu trennen – idealerweise ab Tag eins mit einem separaten Geschäftskonto.

Ein weiterer Punkt, der oft vernachlässigt wird, ist die Altersvorsorge. Leider sehen wir viele Frauen, die ihr Leben lang selbstständig waren und sich erst mit 50 oder später darum kümmern. Zwar ist es dann noch möglich, etwas aufzubauen, aber den bisherigen Lebensstandard zu halten, wird fast unmöglich. Das ist eine bittere Realität, die dazu führen kann, dass Frauen länger arbeiten müssen – was für manche in Ordnung ist, für andere jedoch keine Option darstellt.

Was hast du als größte Hürden beim Selbstständig-Machen empfunden? 

Für mich persönlich war das meine eigene mentale Blockade. In meiner Familie war ich die Erste, die sich selbstständig gemacht und später ein Unternehmen gegründet hat. Es gab niemanden, den ich um Rat hätte fragen können, und die Angst vor dem Scheitern war entsprechend groß. Rückblickend wünschte ich mir, ich hätte mich früher getraut, den Übergang aus dem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit zu wagen. Das höre ich auch oft von Teilnehmerinnen unserer Kurse: Sie hätten sich gewünscht, früher angefangen und sich mehr zugetraut zu haben, wenn es um ihre Investitionen geht. Mir geht es exakt so beim Thema Gründen.

In welchen Geldsachen würdest du immer eine Beratung empfehlen und was kann man sich selbst draufschaffen?

Wenn es um Geldthemen geht, würde ich immer eine Beratung bei Steuern empfehlen – selbst wenn man sich gerne mit dem Thema auseinandersetzt. Steuerrecht ist so komplex und voller Ausnahmen, dass ein:e gute:r Steuerberater:in Gold wert ist. Auch bei Versicherungen sollte man nicht sparen und sich umfassend absichern lassen. Was ich mir von Anfang an gegönnt habe, war jemand für die Buchhaltung. Das hat mir enorm viel Zeit und Energie für strategische und kreative Aufgaben gegeben, die mir nicht nur mehr Freude machen, sondern auch besser liegen. Diese Investition hat sich für mich absolut gelohnt.

Viele, die ich kenne, machen hingegen ihre Buchhaltung selbst und haben sogar Spaß daran. Deshalb finde ich, es kommt ganz darauf an, was einem liegt und was man gerne selbst machen möchte. Es ist wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein: Welche Aufgaben machen mir Freude oder fallen mir leicht, und welche würde ich lieber abgeben, um Zeit und Energie für andere Dinge zu haben?

Ein Bereich, bei dem ich jedoch überzeugt bin, dass man ihn selbst in die Hand nehmen sollte, sind die eigenen Finanzen – insbesondere die persönlichen Finanzen und die Altersvorsorge. Das ist für mich ein Thema, das ich niemals vollständig aus der Hand geben würde. Es ist entscheidend, genau zu verstehen, wie man sich absichern kann und was einen später erwartet. Die Verantwortung dafür liegt bei einem selbst, und dieses Wissen gibt nicht nur Sicherheit, sondern auch die Möglichkeit, eigenständig kluge Entscheidungen zu treffen. 

Welcher gute Ratschlag begleitet dich durch deine ganze Karriere?

Der Spruch “If it’s not a hell yes, it’s a no” wird oft als Richtlinie weitergegeben, insbesondere von erfahrenen Unternehmerinnen. Ich persönlich finde es schwierig, weil man erst Erfahrung braucht, um dies zu unterscheiden. Mein Leitspruch war von Anfang an: "Hab Angst, aber mach es trotzdem." Ich glaube, gerade in der Anfangsphase einer Selbstständigkeit ist es völlig normal, unsicher zu sein und nicht immer das perfekte Gefühl bei einer Entscheidung zu haben. Doch genau diese Momente, in denen man sich etwas nicht zutraut, sind oft die wichtigsten Schritte nach vorne.

Deshalb denke ich: Es ist gut, sich Ziele zu setzen und Grenzen zu kennen, aber in der Anfangsphase gehört es auch dazu, die Komfortzone zu verlassen und mutig zu sein.

Mein Leitspruch war von Anfang an:
"Hab Angst, aber mach es trotzdem."

Über Margarethe Honisch
Margarethe Honisch ist Gründerin der Finanzplattform Fortunalista, Speakerin, Spiegel-Bestsellerautorin und Finanzkolumnistin. Seit 2017 motiviert sie Frauen dazu, sich mit ihrer Finanzplanung zu befassen und hilft ihnen dabei Berührungsängste zu Börse & Co. zu verlieren. Margarethes Expertise wurde bereits durch verschiedene Behörden und Ministerien anerkannt. So zählen Einladungen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die aktive Mitarbeit an der Initiative für finanzielle Bildung vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) und Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Engagements vom Bundesfinanzministerium zu ihren bisherigen Kooperationen. Ihr Ideen zu einer größeren Bürger:innenbeteiligung am Kapitalmarkt konnte sie zuletzt im November 2024 vor Bundestagsabgeodneten vorstellen. Mehr zu Margarethe und Fortunalista findet ihr auf LinkedIn und Instagram.

Wer noch mehr lernen will: Margarethe und ihr Fortunalista-Team haben ein kostenloses Webinar für Einsteigerinnen, das sich mit Investitionen in ETFs beschäftigt. Zum Webinar geht’s hier.

Und wer erstmal Geld verdienen will, fair enough: Vier Jobs haben wir diese Woche auch mit im Gepäck! Wir freuen uns, wenn ihr FAIR SHARE weiter empfehlt, unserer Seite auf LinkedIn folgt oder uns bei offenen Jobanfragen taggt. Kommt gut durch die Woche!

Alles Liebe,
Antonia und Michèle

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Podcast-Redakteur:in für neues True-Crime-Format gesucht

Du liebst True-Crime, hörst True-Crime-Podcasts rauf und runter und hast Lust, an einem neuen Podcast mitzuwirken? Dann ist das deine Chance!

Ab Mitte/Ende Februar wird eine kreative, engagierte Person gesucht, die zwei Journalist:innen aus München beim Schreiben der Skripte für ihren neuen True-Crime-Podcast unterstützt. In diesem Podcast stehen weibliche Täterinnen im Fokus. Es sollen spannende, gut recherchierte und packend geschriebene Geschichten erzählt werden.

Jede Episode hat einen Umfang von etwa einer Stunde, der eigentliche Fall wird rund 45 Minuten einnehmen.

Als Freelancer:in übernimmst du dabei remote sowohl die Recherche als auch das Ausformulieren des Skripts.

Du hast Lust auf diesen Job? Dann melde dich gerne per Email bei Karolin unter [email protected] und schreib in 2-3 Sätzen, warum genau du die richtige Person für den Job bist.

Dringend: Freie:r Redakteur:in für Schach-Event in Köln gesucht (7. bis 14. Februar 2025)

Gesucht wird ein:e engagierte:r Redakteur:in, der/die ein Schach-Event vom 7. bis 14. Februar 2025 remote in Köln begleitet. Angedachtes Honorar für die Woche: 4.500 Euro.

Deine Aufgabe ist es, während des Events (täglich ca. 12 bis 19 Uhr) den Livestream zu verfolgen und die wichtigsten sportlichen Ereignisse sowie Highlights herauszuarbeiten. Das Ziel ist es, die relevanten Informationen zu sammeln und einen Sprechertext zu verfassen, sodass am Ende jedes Eventtages ein 2-3 minütiges Recap-Video produziert werden kann.

Voraussetzungen:
- Interesse an Schach und sportlichem Geschehen
- Erfahrung im Schreiben von Texten, idealerweise auch mit Filmskripten
- Zuverlässigkeit und präzise Arbeitsweise

Du solltest in der Zeit im Büro von Buildarocket in Köln-Ehrenfeld arbeiten können, um den direkten Austausch mit Cutter:innen und Broadcast-Produzent:innen zu ermöglichen. Das Event selbst findet an der Ostseeküste statt.

Bitte schickt für diesen Job bis spätestens Mittwoch (5.2.), 18 Uhr, eine Mail mit kleinem Portofolio direkt an [email protected].

Sapera Studios sucht Freelance Design-Support für
20 – 25 Stunden die Woche

Kurzfristig sucht Sapera Studios für die Monate März und April jemanden, der Lust hat, Teil des Designteams für 20 - 25 Stunden pro Woche zu werden.

Die Aufgabe: 
Du unterstützt unser tolles Designteam bei spannenden Projekten, die von Brand Design, Editorial und Kampagnenentwicklung bis hin zu Webdesign und interaktiven SVGs reichen. Dabei bist du in jeder Phase dabei: von Konzept über Ausführung bis hin zur Reinzeichnung und finalen Übergabe.

Was du mitbringen solltest:
Fundierte Erfahrung in Grafik- und Mediendesign – vor allem in digitalen Projekten. Sicherer Umgang mit Tools wie Adobe Creative Suite, Figma, Miro, Canva und Interesse an neuen Technologien wie Midjourney oder Firefly. Grundkenntnisse in HTML, CSS und JavaScript wären super – vor allem für kleinere Prototypen oder Bugfixes.

Sapera Studios ist eine inhaltlich getriebene Boutique-Agentur, die mit Kund:innen aus den Bereichen Politik, Bildung, Nachhaltigkeit und Wissenschaft arbeitet. Du kannst dich auf vielfältige Projekte, Gestaltungsspielraum und eine enge Zusammenarbeit in einem Team freuen, das Design auf einem hohen Niveau lebt.

Bitte schicke dein aussagekräftiges Portfolio direkt an [email protected].

Und weil wir letzte Woche einen kleinen E-Mail-Bug bei dieser Jobanzeige hatten, gibt’s für alle Web-Developer:innen nochmal die Chance auf einen tollen Freelance-Job! 

Freie:r Web Developer:in für Lichtblick Seniorenhilfe e.V.

Freelancer:in Web Development

  • Pflege & Optimierung der Lichtblick Website

  • Hinzufügen neuer Seiten / Aktions Pages

  • Erfahrung in Elementor & Wordpress

  • Regelmäßige Betreuung, Stundenaufwand variiert nach Projekten

  • Standort München wünschenswert für gelegentliche Meetings

Als erster Verein seiner Art in Deutschland setzt sich Lichtblick Seniorenhilfe e. V. für arme Rentnerinnen und Rentner ein, deren Rente trotz lebenslanger Arbeit nicht für das Nötigste reicht. Lichtblick unterstützt heute über 31.000 Rentnerinnen und Rentner deutschlandweit – mit Geldspenden und anderen Hilfsangeboten, ein Leben lang. Der Verein besteht seit 2003 und hat Büros in München, Deggendorf und Münster.

Bitte schickt für diesen Job bis zum 10. Februar 2025 um 12 Uhr euer Portfolio samt Kurz-Vita sowie Kontaktdaten in einem PDF mit dem Betreff “Web Development Lichtblick + dein Name” an unsere Emailadresse.

Hast du einen Job zu vergeben?

Schickt uns eure Jobs/Aufträge/Themensuchen, dann nehmen wir sie am 18. Februar 2025 mit. Hier geht es nochmal zu unserer Folge mit den FAQs für Auftraggeber:innen.

Das sind wir: 

Antonia Wille, geboren 1986, ist freie Journalistin, Autorin und Content-Strategin. Nach ihrem Studium der Theaterwissenschaft, Neueren Deutschen Literatur und Italianistik begann sie als freie Journalistin für renommierte Publikationen wie stern, W&V, t3n, Elle sowie den Münchner Merkur und die tz zu schreiben. Seit 2008 ist sie Teil der deutschen Blogosphäre und gilt als Pionierin der Modeblogger-Szene. 2013 gründete sie gemeinsam mit Amelie Kahl und Milena Heißerer das Blogazine amazedmag.de, eines der einflussreichsten Online-Magazine für junge Frauen in Deutschland. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin und Content Creatorin lehrt sie als Dozentin für Social Media und berät Unternehmen und Agenturen in den Bereichen Content Marketing, Branding, Influencer Marketing und Social Media. Ihr erstes Buch „Angstphase“, ein literarisches Sachbuch über das Leben mit einer Angststörung, erschien 2020 im Piper Verlag. Mehr über sie findest du auf ihrer Webseite, Instagram und LinkedIn.

Michèle Loetzner, geboren 1982, hat Literaturwissenschaft an der LMU und der University of Helsinki studiert und währenddessen als Praktikantin in vielen deutschen Medienhäusern Kaffee gekocht und nachts gekellnert, um das alles zu finanzieren. Sie arbeitet nun seit fast 20 Jahren als Journalistin, die letzten zwölf davon frei, und achtet deshalb besonders darauf, dass Nachwuchs Chancen bekommt und nicht wie sie damals die Post im Verlag verteilt. Sie schreibt Reportagen und Essays für das SZ-Magazin, die Zeit und viele mehr, arbeitet aber auch als freie Textchefin für Magazinlegenden wie die deutsche Vogue. Sie hat den Bestseller “Liebeskummer bewältigen in 99 Tagen” (DuMont) geschrieben, der mittlerweile in mehr als sieben Sprachen übersetzt wurde. Sie spricht auf Bühnen und hostet Podcasts. Still und leise hilft sie Unternehmen, ihre Workflows zu optimieren und Medienprodukte zukunftsfähig zu machen, begleitet Change-Prozesse und zeigt Teams, wie sie besser arbeiten können. Manchmal wird sie sogar für Preise nominiert. Ab und an gewinnt sie die auch. Mehr über sie findest du auf ihrer Webseite, Instagram und LinkedIn.